Probleme: Ente, Schildkröte und Co. im Miniteich?
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Neben Pflanzen bringen Wassertiere Leben in den Miniteich. Die kleine, sehr begrenzte Wasserwelt reagiert jedoch empfindlich, wenn Ente, Schildkröte und Co. sich in ihr tummeln. Nach einiger Zeit gibt es massive Probleme mit dem Teichwasser. Auch Pflanzen, Teichbewohner und Teichbesitzer werden nicht mehr glücklich mit dem kleinen Teich sein.
Es ist einfach nur schön und entspannend, vor seinem Miniteich zu sitzen und das Treiben darin und drumherum zu beobachten. Welche Tiere dort leben können, ist ganz einfach zu beantworten:
In einen Miniteich gehört nur, was selbst hinein krabbelt!
Deshalb müssen Sie nicht auf einen Miniteich voller Leben verzichten. Molche und Insekten werden sich wahrscheinlich dort ein neues Zuhause schaffen, farbenprächtige Libellen darüber fliegen, Vögel und andere Gartentiere können die Wasserstelle als Tränke oder Badeplatz (bei entsprechender Flachzone) benutzen.
Ente, Schildkröte und Fische fühlen sich im Miniteich wohl?
Wenn Sie Schildkröten in Ihrem Miniteich pflegen, müssen Sie den Teich danach ausrichten. Er muss ganztägig Sonne haben. Was das für das Wasser zur Folge hat, haben wir bereits beschrieben. In kürzester Zeit verwandelt sich das Wasser in eine grünbraune Brühe, Algen breiten sich aus. Zudem bereichern alle Schildkröten ihren Menüplan gern durch Fische, Amphibien, Wasserinsekten und Wasserpflanzen, wie z. B. die Seerose. Außerdem werden die kleinen, netten Kröten einmal groß. Kurz und knapp gesagt: Der kleine Teich erträgt keine Wasserschildkröten.
Es ist keine abwegige Idee, Enten im Garten zu halten und den Minaturteich mit Ihnen zu teilen – vorausgesetzt Sie haben ausreichend Platz. So benötigt ein Pärchen Zierenten einen Teich von mindestens 1 x 2 Meter mit einer Wassertiefe von 60 cm. Andere Entenarten benötigen noch mehr Platz, um sich wohl zu fühlen. Enten baden im Wasser. Es gelangt also regelmäßig Schmutz vom Gefieder ins Teichwasser. Schnecken, eine bevorzugte Nahrung, werden im Teich zunächst abgewaschen, auch dies verunreinigt das Wasser. Und dann ist da noch die Sache mit dem kleinen und großen Geschäft des Federviehs. Das wird nämlich im Wasser verrichtet. Außerdem picken sie gerne Pflanzen vom Teichboden und befördern dadurch den Bodenschmutz an die Oberfläche. Also, Enten im Miniteich zu pflegen, ist keine abwegige aber auch keine gute Idee.
Der Stör, ein prächtiger Fisch mit einem fast prähistorischen Aussehen, erinnert an einen Hai. Er ist ein Bodenbewohner, der kaltes, strömendes und sauerstoffreiches Wasser benötigt. Genau wie der Hai muss auch der Stör schwimmen, um genug Sauerstoff einzuatmen. Außerdem kann er nicht rückwärts schwimmen, und sich in einem Teich mit Pflanzen und Fadenalgen schnell festsetzen und ertrinken. Besonders die jungen, noch kleinen Exemplare sind gefährdet. Sie können bereits in einem kleinen Stück Fadenalge ihr Leben verlieren. Es ist schon schwierig einem Stör in einem großen Gartenteich ein möglichst artgerechtes Zuhause zu bieten. Eine Haltung im Miniteich ist Quälerei.
Auch der Koi gehört nicht in den Miniteich. In diesen sollten Sie Fische überhaupt mit äußerster Vorsicht setzen. Es kommen nur sehr wenige, kleinwüchsige Arten wie Bitterlinge, Stichlinge oder Moderlieschen in Frage. Wer andere Fische im Miniteich bestaunen möchte, hat die Option, den Miniteich als Sommeraquarium für Guppies, Mkropoden oder Zebrabärblinge zu nutzen. Von der Haltung farbenprächtiger Kois im Miniteich sollten Sie aus tierschutzrechtlichen Aspekten gänzlich absehen.
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© PixabayEin Miniteich ganz ohne Wasserbewohner?
Auch wenn Stör, Koi und Wasserschildkröten nichts im Miniteich zu suchen haben, müssen Sie nicht auf Tiere verzichten. Sie werden sich von selbst einladen, um in heißen Sommertagen Wasser aufzunehmen oder ein erfrischendes Bad nehmen zu können. Wenn es im Sommer einige Wochen am Stück trocken bleibt, werden die Wasserstellen knapp. Der Miniteich kann deshalb als Tiertränke gute Dienste leisten. Zunächst stellt sich die Frage, ob nur Vögel baden und trinken sollten, oder auch andere Tiere, wie zum Beispiel der Igel.
Ideal ist es natürlich, wenn alle Gartentiere den Miniteich zum Baden und Trinken nutzen könnten. Das heißt aber auch, dass Vögel und Co. wieder alleine aus dem Miniteich entkommen können, wenn sie hineinfallen. Das ist sehr wichtig. Lebewesen im und am Miniteich beleben nicht nur das Wasser. Sie bereichern die Artenvielfalt im Garten, können nützlich sein oder auch als Nahrungsquelle für andere Tiere dienen. Für den Teichbesitzer ist es zudem eine Augenweide, Vögel, Amphibien, Insekten und andere Gartenbewohner an der Tränke zu beobachten.
Tauschnetzwerk aufbauen
Wasserpflanzen können mit der Zeit recht üppig werden, Fische sich stark vermehren. Es gibt mittlerweile einige Tauschbörsen im Netz, in denen man sein “Überangebot” anbieten kann. Sie können auch ein Tauschnetzwerk mit Garten- oder Teichnachbarn aufbauen. Dort können Sie nicht nur Pflanzen und Fische, sondern auch Erfahrungen austauschen.
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