Fische: Welche fühlen sich im Miniteich wohl?

Tiere und Pflanzen Miniteich

Keine Frage – Fische bereichern den Miniteich. Allerdings ist dieses Thema äußerst kritisch zu betrachten. Denn nur wenige Fische sind für den Miniteich geeignet. Der Miniteich soll schließlich eine Oase für den Betrachter und die in ihm lebenden Wassertiere sein. Aus diesem Grund müssen Sie die Bedürfnisse der Fische kritisch in  Augenschein nehmen.

In Miniteichen mit sehr geringem Wasservolumen, wie zum Beispiel in Wasserschalen, Töpfen, Mörtelkübel oder dem halbierten Weinfass, sollten Sie keine Fische einsetzen. Es ist eine Quälerei für den Fisch. Selbst die kleinsten unter ihnen müssen sich ausreichend bewegen können.

Ist Ihr Miniteich weniger als 1 m tief, verzichten Sie besser auf Fische. Sie würden zu wenig Sauerstoff erhalten und in kurzer Zeit eingehen. Es spricht allerdings nichts dagegen, Fischen ein angenehmes Zuhause zu bieten, wenn der kleine Teich tief genug ist, eine angemessene Anzahl an Pflanzen enthält und eine Teichpumpe installiert ist.

Es gibt einige Teichfische, die von Natur aus an kleine Flächen gewöhnt sind, wie zum Beispiel Elritzen oder Moderlieschen. Doch bevor Sie diesen Wasserlebewesen ein neues Zuhause in Ihrem Miniteich geben, müssen Sie einiges bedenken:

Ein Miniteich ist häufig zu klein für einen oder mehrere Fischschwärme.

Reicht Ihnen der Anblick der schönen Pflanzen in Ihrer kleinen Wasseroase nicht aus und wollen Sie nicht auf Wassertiere verzichten, finden Sie nachfolgend einige Arten, die sich auch im Miniteich wohlfühlen dürften.

 

Fische im Miniteich© Pixabay

Fische für den Miniteich

arten-von-miniteichen2© Pixabay

Das Moderlieschen gehört zu den ersten, die genannt werden, wenn es um Fische für kleinere Gewässer geht. Sie werden in der Regel 6 bis 9 cm groß und ernähren sich von Insekten und Kleinstlebewesen.

 

Der Bitterling ist ein weiterer Klassiker. Er erreicht eine Länge von 10 Zentimetern. Sind einige Teichmuscheln am Boden platziert, kann er sich sogar vermehren. Der Bitterling legt darauf seine Eier ab.

Der Gründling befindet sich in vielen deutschen Gartenteichen. Er lebt dicht am Grund und ernährt sich mit großem Appetit von den Kleinstlebewesen im Bodenschlamm. Der Gründling erreicht durchschnittlich eine Größe von maximal 10 cm.

 

Die Elritze, auch Bitterfisch, Maipiere oder Pfrille genannt, ist ein Kleinfisch aus der Familie der Karpfenfische. Sie leben in größeren Schwärmen und erreichen eine Größe von maximal 8 cm. Die Goldelritze (Pimephales promelas) fällt durch ihre intensive orange Färbung auf, die Regenbogenelritze (Notropis chrosomus) strahlt in Regenbogenfarben.

Orfen sind sehr bewegungsfreudig. Sie benötigen einen Teich von mindestens 80 cm Länge. Zur Paarungszeit kleiden sich insbesondere die Männchen in auffälliges Rot und Purpur. Die kleinen Nordamerikaner, die nur 8 cm lang werden, ernähren sich als “Jugendliche” von Insekten, Weichtieren und kleinen Krebstieren. Größere ausgewachsene Exemplare verschmähen dagegen auch eine kleine Fischmahlzeit nicht.

Dieser kleine Fisch mit einer Durchschnittsgröße von 4 bis 6 cm gehört zu einem der beliebtesten Teichfische. Das dürfte auch an den einzigartigen, deutlich vernehmbaren Knacklauten liegen, mit denen die Blaubandbärblinge untereinander kommunizieren und die das menschliche Ohr hören kann.

Der Goldfisch ist in zahlreichen Gartenteichen und Aquarien zu finden. Seine Farbpalette reicht mittlerweile von goldfarbenen über zahlreiche Rotvarianten bis hin zu auffällig gemusterten Expemplaren. Warum wir den Goldfisch zum Schluss aufführen, obwohl er unangefochten die Nummer 1 in deutschen Teichen ist, hat mehrere Gründe.

Goldfische vermehren sich stark, der Platz im Teich und somit auch das Nahrungsangebot sind schnell aufgebraucht. Häufig müssen sie gefüttert werden. Das bedeutet für den Miniteich, dass viele Nährstoffe eingetragen werden, die das Algenwachstum befeuern und das Wasser trüben. Goldfische müssen ihren Bewegungsdrang ausleben können. Der Teich sollte mindestens 1 m lang sein und ein Wasservolumen von 20 bis 50 Litern pro Fisch haben.

Vom Aquarium in den Miniteich

Aquarianer, die sich in der Regel sehr gut mit Fischen auskennen, setzen im Sommer gerne ihre Fische in den Miniteich. Sie wissen, welche Temperatur und Wasserqualität nötig ist, damit diese sich wohlfühlen. Nach einer Saison im Miniteich seien sie farbenfroher und agiler, als wenn sie ganzjährige im Aquarium gehalten werden, heißt es. Nachstehend genannte Aquariumsfische verbringen den Sommer gerne im Miniteich:

  • Moderlieschen
  • Stichlinge
  • Guppy
  • Sonnenbarsch
  • Zebrabärblinge
  • Kardinalfisch
Fische im Miniteich

Wasserschnecken - nützliche Plagegeister

Fische Tiere im Miniteich

Die Wasserschnecke wird Miniteichbesitzern sehr gerne empfohlen und als Algenfresser angepriesen. Doch so einfach geht die Rechnung nicht auf. Denn passt das Wassermilleu für sie, dann vermehren Sie sich stark. In der Folge wird das Futter knapp und die Schnecken gehen an die Wasserpflanzen. Nicht alle Pflanzen sind empfindlich, manche haben sich auch ziemlich ausgebreitet. Ihnen dürfte es nicht schaden.

Für den Einzug in den Miniteich werden  heimische Arten empfohlen. Sie kommen mit den Temperaturen im Winter zurecht:

Sie dürfte die bekannteste und markanteste Schneckenart sein, die in Teichen zu finden ist. Posthornschnecken sind winterhart und kommen auch gut mit sauerstoffarmen Wasser zurecht.

 

Laut Fachleuten ist sie die einzige Schneckenart, die auch Plankton und Schwebealgen aus dem Wasser filtern kann. Sie vermehrt sich eher langsam und überwintert im Bodenschlamm

Die Spitzschlammschnecke kann frei schwimmen. Mit 7 cm ist sie die größte Schnecke Mitteleuropas. Hauptnahrung sind Algen, abgestorbene Pflanzenteile und Aas. Seerosenblätter verschmäht sie ebenfalls nicht. Sie ist winterhart, überlebt zeitweise sogar die Austrocknung ihres Lebensraums.

Die Blasenschnecke gehört mit nur 1,5 cm Länge zu den kleinen Schneckenarten. Typisch für sie ist das glänzende, leicht durchsichtige Gehäuse. Hauptnahrung sind Algen und abgestorbene Pflanzenteile.

Fazit: Wenn Sie Fische oder andere Wassertiere in Ihren Miniteich einsetzen wollen, so achten Sie bitte auf die Bedürfnisse dieser Lebewesen. Auch die Überwinterung muss vorher abgeklärt werden, da viele von den Wassertieren diese Jahreszeit im Miniteich nicht überleben würden. Haben Sie Tiere in Ihrem Miniteich, so haben Sie auch die Verantwortung dafür, dass sie weitestgehend artgerecht gehalten werden.

Nach oben scrollen