Technik für den Miniteich

Sauberes, klares Wasser im Miniteich benötigt technische Unterstützung. Wir nennen Ihnen Filter, Pumpen und sonstiges Zubehör, auf das Sie zählen können!

Miniteich Wasserstein

Für den Miniteich gibt es eine große Auswahl an Technik. Da sich bei dem geringem Wasservolumen die Wasserwerte nicht selbst regulieren, können Teichpumpe, Filter, UVC-Klärer und Teichbelüfter das Teichwasser sauber und klar halten.

Der Bedarf an technischer Ausstattung für den Miniteich lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen: Alles kann, nichts muss. Wenn Sie Wert auf sauberes, klares Wasser legen, ist die Anschaffung einiger technischer Hilfsmittel sinnvoll.

Schließlich kann sich das kleine Biotop nicht selbst regulieren, dafür ist das Wasservolumen in der Regel zu gering.

Filter - kleine Kraftwerke für den Teich

Filter sind kleine Kraftwerke. Weil sich die meisten künstlich angelegten Teiche nicht im biologischen Gleichgewicht halten können, hält der Filter den Teich und sein Ökosystem am Laufen. Ein Teichfilter besteht aus verschiedenen Filtermaterialien, auch Filtermedien genannt: Schwämme, Steine, Röhrchen, Bälle, Vliese oder Adsorber Oberflächen. Unzählige Bakterien siedeln sich auf den Filtermedien (wie auch auf Teichfolie, etc.) an und ernähren sich von Fischausscheidungen und organischen Reststoffen.

Teichfilter werden in Bio-, Druck-, Durchlauf-, Unterwasser- und Modulfilter unterschieden. Die meisten eingesetzten Filter sind sogenannte Druckfilter. 

Mit Hilfe einer Teichpumpe wird das Wasser in den Filter gedrückt. Anschließend durchläuft es im Teichfilter mehrere Filtermaterialien.

In der ersten Stufe des Filtervorgangs wird der grobe Schmutz festgehalten. Dann muss das Wasser immer feiner werdende Medien durchlaufen, um auch kleinste Partikel aus dem Wasser zu filtern. In der letzten Station wird es mit wichtigen Filterbakterien angereicht. Am Ende kommt das Wasser sauber und gefiltert zurück in den Teich.

Filtermedien können sehr effektiv arbeiten. So hat ein einziger Filterschwamm im DIN-A4-Format mit einer Stärke von 5 cm flächenmäßig eine größere Oberfläche als andere Teichoberflächen zusammen. Unzählige Bakterien können sich hier ansiedeln und für ein gesundes Wassermilieu sorgen. Das gilt auch für andere Filtermedien wie Vliese, Kunststoffbälle oder Matten.

Die mechanisch filternden Materialien müssen regelmäßig erneuert werden. Selbst wenn sie ständig gereinigt werden, verdichten sie sich immer mehr mit den Resten von Stoffwechselprozessen. Dadurch steigt der Wasserwiderstand und die Durchflussrate des Wassers sinkt sichtbar. Ein Filter, der schnell verstopft ist, erfüllt seinen Zweck nicht mehr.

Zu den adsorptiven Filtermedien zählen Aktivkohle und Zeolith. Sie nehmen Umweltgifte, die tagtäglich aus der Atmosphäre ins Teichwasser gelangen und
biologische Abläufe stören können, auf.

Mineralgesteine wie Zeolith und aktivierte Filterkohle gehören zur Gruppe der Ionenaustauscher. Sie ziehen Umweltgifte wie ein Magnet an und binden es an sich. Allerdings ist die Nutzungsdauer nur schwer messbar. Teichexperten empfehlen, diese im achtwöchigen Rhythmus zu erneuern, um eine ungewollte Rücklösung der Stoffe ans Wasser zu vermeiden.

In der Regel werden Filteranlagen nach der im Teich befindlichen Menge an Wasser gewählt. Doch das ist erst die halbe Wahrheit. Um einen wirklich gut geeigneten Filter zu kaufen, müssen Faktoren wie das Außenmaterial des Teichs (Naturteich, Folienteich oder gemauerter Teich), Sonneneinstrahlung, Bepflanzung und Fischpopulation mit in die Entscheidung einbezogen werden. Denn all dies ist für die Wahl des Filters ausschlaggebend. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, insbesondere wenn Sie Fische in Ihrem Miniteich haben, einen etwas größeren Filter zu wählen, als den, der für den richtigen gehalten wird.

Die Anschaffungskosten für den geeigneten Teichfilter können schnell mehrere hundert Euro betragen. Damit ist es jedoch nicht getan. Die Filteranlage benötigt Strom, eventuell das Verlegen eines Stromanschlusses. Zudem müssen die Filtermedien regelmäßig erneuert werden.

© Pixabay

Fazit

Ein Gewässer, das groß und tief ist, über verschiedene Wasserzonen verfügt, eine standortgerechte Bepflanzung aufweist und in dem sich nur wenige oder gar keine Fische tummeln, stellt nach einiger Zeit sein biologisches Gleichgewicht her. Ein Teichfilter ist nicht notwendig. Der Miniteich kann diese Eigenschaften nicht aufweisen. Das Wasservolumen ist zu gering, um sich selbst zu regenerieren. Beim Balkon- oder Terassenteich in der Wasserschale, der Zinkwanne oder im Mörtelkübel wird das kleine Wasserparadies durch Wasserwechsel bzw. viel Frischwasserzulauf sauber und klar gehalten. Im Miniteich ab 1.000 Liter kann ein kleiner Filter durchaus sinnvoll seine Arbeit verrichten.

Teichpumpen sorgen für die Wasserumwälzung

Teichpumpen sorgen für die Umwälzung des Teichwassers. Wer ein Filtersystem einsetzt, kommt um eine Pumpe nicht herum. Sie befördert das Wasser zum Filter. Beim Kauf einer Teichpumpe ist zum einen die Teichgröße entscheidend, zum anderen deren Einsatzzweck. Der Begriff Teichpumpe fasst folgende Arten zusammen: Filter-, Bachlauf-, Wasserspiel und Multifunktionspumpen.

Wer von einer Teichpumpe spricht, meint in der Regel Filter- und Bachlaufpumpen. Pumpen sorgen für die Filterung und Umwälzung des Wassers. In Gartenteichen sollten sie auf keinen Fall fehlen. Haben Sie Fische in Ihrem Miniteich, ist ein Filtersystem durchaus sinnvoll, damit Schmutz- und Nährstoffe aus dem Wasser gefiltert werden. Miniteich-Besitzer, die keine Fische halten, greifen auf Springbrunnenpumpen zurück, um das Wasser mit Sauerstoff zu versorgen und ein wenig Bewegung in den Miniaturteich zu bekommen.

Teichpumpen werden für Filteranlagen, aber auch für die Wasserzuführ eines Bachlaufs oder Wasserfalls genutzt. Diese Pumpen sollten auf die Teichgröße und benötigte Förderhöhe abgestimmt sein. Berücksichtigen müssen Sie auch die empfohlene Durchflussmenge des Teichfilters. Hat die Filterpumpe eine zu hohe Förderleistung, kann der Filter überlaufen bzw. der Druckfilter platzen. Bei der Neuanschaffung eines Teichfilters ist es empfehlenswert, ein Komplettset zu wählen. So müssen Sie nicht stundenlang im riesigen Pumpensortiment der vielen Hersteller nach der für Sie geeigneten Teichpumpe suchen.

Wasserspiel- bzw. Springbrunnenpumpen eignen sich nicht für den Betrieb eines Teichfilters. Sie können aber jeden Miniteich durch ihr Wasserspiel aufwerten und gleichzeitig mit Sauerstoff versorgen. Sie verfügen über einen hohen Druck, damit sie die benötigte Förderhöhe für ein Wasserspiel gewährleisten können. Neben einem Teleskoprohr, gibt es – je nach Hersteller – verschiedene Aufsätze für Wasserspiele: Vulkan, Glocken- oder Kelchform. Springbrunnenpumpen können mit Stromkabel, aber auch solarbetrieben werden. Einige Solarpanels arbeiten mit einem wiederaufladbaren Akku. Damit kann die Zeit ohne Sonne überbrückt wird.

Unter dem Sammelbegriff Multifunktionspumpe fassen einige Hersteller sowohl Wasserspielpumpen, Unterwasserfilter oder reine Indoor-Pumpen zusammen.

Während Indoor Pumpen für Zierbrunnen im Haus vorgesehen sind, eigenen sich andere für den Miniteich oder Springbrunnen im Außenbereich. Wieder andere Multifunktionspumpen können gleichzeitig für den Teichfilter und Bachlauf eingesetzt werden. Damit lässt sich oftmals auch ein Wasserspiel betreiben. Einige Multifunktionspumpen verfügen sogar über einen integrieten Teichfilter im Gehäuse. Sie sind häufig in der Kategorie Unterwasserfilter angesiedelt.

Pumpen mit integriertem Filter sind ideal für den Miniteich ohne oder mit wenig Fischbesatz. Für die Reinigung der im Gehäuse befindlichen Filtermedien muss die Pumpe aus dem Teich geholt werden.

In der Regel handelt es sich beim Miniteich um einen kleinen Teich im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon. Normalerweise befinden sich keine, oder nur wenige kleine Fische darin. Insofern sind Pumpen mit einer Umwälzleistung bis 1.000 Liter pro Stunde ausreichend für den Miniteich.

Zum einen bestimmt die Teichgröße die zu verwendende Pumpe. Idealerweise sollte sie das gesamte Teichvolumen einmal pro Stunde umwälzen können. Beträgt das Wasservolumen Ihres Teiches zum Beispiel 1.000 Liter, so muss die Pumpe in der Lage sein, 1.000 Liter in einer Stunde umzuwälzen.

Weil auch noch andere Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Wasserfall oder Besatz mit Fischen eine Rolle spielen, müssen diese ebenfalls bei der Umwälzleistung und Förderhöhe berücksichtigt werden und eine Pumpe mit der entsprechenden Leistung gewählt werden.

Bei der Kaufentscheidung ist ein Preisvergleich angebracht. Allerdings sollte der Preis nur bei zwei identisch leistungsstarken Modellen Ihre Wahl bestimmen. Eine sehr günstige Teichpumpe kann sich letztendlich als teuer herausstellen, weil sie z. B. zuviel Energie verbraucht oder die Durchflussmenge zu gering ist.

Bei größeren Gewässern bzw. beim Betrieb eines Teichfilters müssen Teichpumpen 24 Stunden am Tag arbeiten. Dadurch sind neben den Anschaffungskosten auch die laufenden Stromkosten mit zu berücksichtigen. Es gibt zwar Solarpumpen, diese sind jedoch oftmals nicht sehr leistungsfähig. Für den Miniteich können Solarpumpen mit Akku, die auch in trüben Tagen arbeiten, durchaus sinnvoll genutzt werden.

Fazit:

Es gibt zahlreiche Pumpentypen im Handel. Die Kaufentscheidung der Pumpe jedoch nur auf Markenname oder ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis zu reduzieren, ist zu kurz gesprungen. Ein wenig Rechenleistung vom Teichbesitzer ist erforderlich, ebenso ist die Sicherheit ein zu berücksichtigendes Kriterium. Die Installation eines elektrischen Gerätes im Wasser kann bei unsachgemäßer Handhabung gefährlich sein.

Braucht der Miniteich eine Teichbelüfung?

Wasserfall Miniteich© Frank Möller

Haben Sie nur wenige oder gar keine Pflanzen im Teich, ist eine Teichbelüftung empfehlenswert. An trüben Tagen und auch nachts wird am wenigsten Sauerstoff produziert. Im Winter ist der Sauerstoffgehalt des Teiches gefährdet, denn durch eine geschlossene Eisdecke gelangt von außen kein Sauerstoff in den Teich. Im Sommer lassen steigende Wassertemperaturen den Sättigungspunkt sinken, es wird weniger Sauerstoff im Wasser gelöst.

Mittels einer Kolben- bzw. Membranpumpe wird Luft über einen Schlauch in einen Ausströmer gepumpt, der den Sauerstoff dann ans Teichwasser abgibt. Ausströmeinheiten gibt es in verschiedenen Formen und Farben als Kugeln, Rechtecke oder dekorativ als künstliche Wasserpflanze. Sie werden als frei schwimmende angeboten oder als solche, die vom Bodengrund aus Sauerstoff “versprühen”. Die Kolbenpumpe kann große Luftmengen befördern, die etwas billigere Membranpumpe ist für kleinere Mengen Sauerstoff geeignet. Die aus Keramik oder Plastik bestehenden Ausströmer sollten möglichst feine Luftblasen an das Teichwasser abgeben. Der Übergang vom Gasgemisch ins Wasser ist besser, wenn die Luftblasen fein sind.

Achten Sie bei der Auswahl des Belüfters darauf, dass die Pumpen kein Öl benötigen. Zu berücksichtigen ist auch die Lautstärke. Steht die Pumpe in der Nähe des Sitzplatzes, kann das Summen und Brummen des Gerätes empfindlich stören. Für den kleinen Teich ist eine Membranpumpe mit Ausströmersteinen ausreichend.

Generell gilt, dass für die geeignete Belüftung immer die Größe des Teichs, Anzahl der Fische und sauerstoffproduzierende Pflanzen beachtet werden sollten. Als Faustformel gilt: Das hineingepumpte Luftvolumen sollte durchschnittlich pro Stunde ungefähr einem Viertel des Teichvolumen entsprechen. Bei Teichen mit einer Wasserfüllmenge von 1.000 Litern sollten Sie Modelle wählen, die mindestens 250 Liter Luft pro Stunde fördern.

Neben den Anschaffungskosten, müssen herkömmliche Teichbelüfter ans Stromnetz angeschlossen werden. Membranpumpen sind in der Anschaffung günstiger als Kolbenpumpen. Die Ausströmereinheiten können gereinigt werden. Mit der Zeit setzen sie sich allerdings so zu, dass sie durch neue ausgetauscht werden müssen.

Für Solar-Teichbelüfter müssen keine Leitungen verlegt werden, auch die Energie kommt kostenlos und umweltfreundlich über ein Solarpanel daher. Für den Miniteich sind sie ausreichend in der Leistungsfähigkeit. Wählen Sie einen Solar-Teichbelüfter mit Akku, damit dieser unabhängig von Sonnenschein funktioniert.

Fazit

Mit genügend sauerstoffproduzierenden Pflanzen und ohne Fischbesatz ist ein Teichbelüfter für den Miniteich nicht notwendig. Zumal auch andere Gase dadurch ins Wasser gelangen. Im anderen Fall kann ein Teichbelüfter sinnvoll sein. Ein Solar-Teichbelüfter macht Sie unabhängig von einer Stromquelle und ist von der Leistungsfähigkeit ausreichend für Balkon- und Terrassenteich.

UVC-Strahlung für sauberes Teichwasser

Im Teich werden UVC-Lampen insbesondere für die Vernichtung von Keimen, Bakterien und Schwebealgen eingesetzt. Diese Geräte werden außerhalb des Teiches aufgestellt. UVC-Lampen müssen in ein Filter-Pumpen-System integriert werden. Allein, ohne weitere Technik bewirken sie nichts. Generell lässt sich sagen, dass der Einsatz von UVC-Klärern bei Teichen, die häufig der Sonne ausgesetzt und mit Fischen besetzt sind, auf jeden Fall nützlich und sinnvoll ist.

Teichklärer nutzen die UVC-Strahlung mit einer Wellenlänge von 200 bis 300 nm. Das Vorklärgerät wird im bzw. am Filter installiert. Durch Pumpeinsatz wird ständig Wasser an der Lampe vorbeigeführt. Die dort abgegebene Strahlung zerstört von innen die Struktur der Alge. Das ist besonders bei den schwer loszuwerdenen Schwebealgen gut. Die abgetöteten Schwebepartikel verklumpen und können anschließend leichter vom mechanischen Filter herausgefiltert werden. Im Wasser befindliche Krankheitserreger wie Bakterien und Viren werden vom UV-Licht ebenfalls vernichtet. Allerdings können die Lampen nicht zwischen schädlichen und nützlichen Bakterien entscheiden. Was an ihr vorbeifließt, wird zerstört.

Die Größe der Anlage ist sehr wichtig, damit nicht zu viel, aber auch nicht zuwenig UV-Strahlung vorhanden ist. Ist der UV-C-Klärer richtig konzeptioniert, wird das Teichwasser ökonomisch und umweltschonend behandelt – ganz ohne chemische Rückstände. Im Handel sind verschiedene Größen und Produktstärken des Vorklärgerätes erhältlich, je nachdem wie groß der Teich ist. Die Angaben, für welche Teichgröße die Lampe geeignet ist, vermerken die Hersteller auf der Verpackung.

Für die Auswahl der geeigneten UVC-Lampe müssen immer Teichvolumen, Besatzarten und -dichte sowie die Sonneneinstrahlung beachtet werden. Stimmt das Verhältnis zwischen Lampenstärke und Durchflussmenge nicht, arbeitet die Anlage nicht optimal. Für den Einsatz im Brunnen oder Bach gibt es zusätzliche Spezialgeräte.

Ein Blick in den Geldbeutel ist sinnvoll, da die Kosten für das Vorklärgerät nicht nur einmal zu stemmen sind. Neben den Anschaffungskosten, sollten Sie auch den Stromverbrauch beachten. Generell muss die Birne der UVC-Lampe einmal pro Jahr gewechselt werden.

Die optimale UVC-Leistung für Ihren Teich berechnen Sie aus den Faktoren Teichgröße, Lage, Teichtiefe und Fischbesatz. Bei UVC-Lampen wird eine Leistung von 4 Watt pro 1.000 Liter Teichvolumen empfohlen. Steht der Teich in der Sonne und ist mit Fischen besetzt, verdoppelt man in der Regel die Wattzahl.

Fazit

Das UVC-Vorklärgerät macht in jedem Teich, der weniger Bakterien, Keime und Algen beherbergen soll, Sinn. Die Frage, ob es notwendig ist, für den eigenen Miniteich einen UVC-Klärer zu benutzen, ist absolut abhängig vom Teichbesitzer. Ist für die kleine Ruheoase kein bakterien- und keimfreies Wasser notwendig, kann man getrost auf den Einsatz eines UVC-Vorklärgerätes verzichten. UVC-Lampen haben ihr Haupteinsatzgebiet in Schwimm- und Koiteichen.

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